Mitgliederversammlung 2016
20.12.2016

Den Begriff «Polybauer» gibt es nicht mehr. Ab diesem Jahr werden in der Gebäudehülle-Branche wieder die traditionellen Berufsbezeichnungen wie Dachdecker EFZ oder Fassadenbauer EFZ verwendet. Dies gab Landrat Matthias Ritter, Präsident des Verbands Dach und Wand Baselland, an der Mitgliederversammlung vom vergangenen 8. Dezember im Haus der Wirtschaft in Liestal bekannt. Ritter und seine Berufskollegen begrüssen den Entscheid. Damit könne man sich unter den Bezeichnungen auch wieder etwas Konkretes vorstellen: Dachdecker gestalten und bauen unterschiedlichste Dächer. Der Storenmonteur montiert, unterhält und repariert Sonnenschutzsysteme, und der Gerüstbauer installiert nicht nur Fassadengerüste, sondern auch Bauaufzüge, Notdächer, Tribünen oder Spezialgerüste. Der Fassadenbauer seinerseits sorgt für Wärmedämmungen und Verkleidungen von Fassaden. Und der Abdichter macht Flachdächer wetterfest oder begrünt sie.Thema an der Mitgliederversammlung war auch die Baselbieter Berufsschau, die im kommenden Oktober turnusLandrat Markus Meier, Stv. Direktor der Wirtschaftskammer Baselland und Sekretär des Verbands Dach und Wand Baselland, informiert über den Abschluss der Familienausgleichskasse GEFAK. FOTO ZVG gemäss in Liestal stattfinden wird. Dass der Verband diese wichtige Plattform für seine Berufswerbung nutzen will, war unbestritten. Eine Arbeitsgruppe wird sich nach der kommenden Generalversammlung konkret Gedanken über den Messeauftritt machen. Einfliessen wird auch das neue Messekonzept, das der schweizerische Dachverband derzeit entwickelt. Wie an den bisherigen Berufsschauen will Dach und Wand Baselland mit einer attraktiven Präsentation das jugendliche Publikum ansprechen.Präsident Matthias Ritter kam in seinem Rückblick auf das Verbandsjahr 2016 auch auf die öffentlichen Kontroversen rund um die Zentrale Arbeitsmarkt-Kontrolle (ZAK) zu sprechen. Dieses von den Sozialpartnern des Bauhaupt- und Baunebengewerbes des Kantons BaselLandschaft getragene Kontrollorgan habe in der Vergangenheit eine wichtige Arbeit geleistet. Als mitbeteiligter Verband wünsche sich Dach und Wand Baselland, dass die ZAK raschmöglichst mit ihrer Tätigkeit weiterfahren und ihre zentralen Aufgaben wieder in Ruhe und ohne «ständige öffentliche Begleitmusik» erfüllen könne. Der Verband will aber nicht nur eine Plattform für fachliche Themen und ein kraftvoller Vertreter von Arbeitgeberanliegen sein. Die Pflege der Geselligkeit wird bei den Baselbieter Gebäudehülle-Spezialisten gross geschrieben. So blickten die Mitglieder auf den Herbstbummel zurück und nahmen die Planung der nächsten Verbandsreise an die Hand. Sie soll im kommenden Juni für einige Tage ins Friaul führen.